Was ist ein Silentblock eigentlich?
Einfach ausgedrückt handelt es sich um ein Schwingungsdämpfungselement aus Gummi und Metall. Manchmal wird auch von einem „Verformungsdämpfer“ gesprochen. Damit er seinen Zweck erfüllen kann, muss er aus einem Material mit sogenannter hoher innerer Dämpfung hergestellt sein. Im Allgemeinen eignen sich Silentblöcke zur Dämpfung von Schwingungen mit geringer Auslenkung (Amplitude). Die einzelnen Silentblöcke unterscheiden sich unter anderem auch in ihrer Form. In der Industrie gibt es standardisierte Silentblöcke sowie hülsenförmige, konische, spulenförmige, kugelförmige oder komplex geformte Ausführungen. Das hängt vom jeweiligen Einsatzzweck ab.
Nicht „Gummi ist gleich Gummi“, der richtige Begriff lautet – technischer Gummi!
Ein klassischer Silentblock besteht aus Metallteilen und einem Gummizylinder. Der Raum zwischen den beiden Metallteilen ist mit Gummi gefüllt. Gummi ist eine organische/synthetische Verbindung (je nach Gummiart), wobei bei Silentblöcken üblicherweise sechs verschiedene Arten verwendet werden. Am häufigsten findet man SBR-Gummi, auch bekannt als Buna (Styrol-Butadien), oder NBR, also Nitril-Butadien (Perbunan). Im Zusammenhang mit Silentblöcken gibt es jedoch auch andere Gummisorten, beispielsweise aus Naturkautschuk (NR), Chloropren oder Neopren (CR) bzw. aus Silikon (VMQ). Jedes dieser Materialien hat andere Eigenschaften. Bei den mechanischen Eigenschaften unterscheiden sie sich in der Zugfestigkeit und der Dehnbarkeit. Der erste Wert wird in N/mm² gemessen, der zweite in Prozent angegeben. SBR hat beispielsweise eine Zugfestigkeit von 7 bis 25 N/mm² und eine Dehnbarkeit von 100 bis 450 Prozent. Darüber hinaus wird die Beständigkeit gegen Öl, Benzin, Ozon und Säure geprüft. Je nachdem, wo das Silentblock seinen Zweck erfüllen soll, wählen die Konstrukteure den entsprechenden Kautschuk aus.





























































































































